Frankfurt-Zulage 2026
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Erzieherinnenzulage: Wohlfahrtsverbände fordern Rücknahme
Quelle: Frankfurter Rundschau / Frankfurt, 21.10.2026 (Christoph Manus, Steven Micksch)
Zusammenfassung
Die Liga der Freien Wohlfahrtspflege Frankfurt fordert in einem Brief an die Römer-Koalition die „vollständige Rücknahme" der beschlossenen Erzieherinnenzulage. Die Zulage (200 Euro brutto monatlich für pädagogisches Personal, 100 Euro für hauswirtschaftliches Personal in Kindertagesstätten) wurde vor zehn Monaten von den Frankfurter Stadtverordneten beschlossen – als zentrales Wahlversprechen von Oberbürgermeister Mike Josef (SPD) –, bislang ist jedoch kein Geld geflossen.
Argumente der Gegner
- Die Liga verweist auf veränderte Rahmenbedingungen: deutlich weniger betreute Kinder, sinkender Personalbedarf
- Sorge um den städtischen Haushalt: Hessisches Innenministerium (Roman Poseck, CDU) genehmigte den defizitären Haushalt 2026 nur mit Auflagen zu freiwilligen Leistungen
- Mehrbeträge stehen unter aufsichtsbehördlichem Genehmigungsvorbehalt – Erhöhungen könnten Kürzungen an anderer Stelle erzwingen
Argumente der Befürworter
- Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD): Zulage ist „richtig, sinnvoll und notwendig"; Fachkräftemangel löst sich nicht auf, Pensionierungswelle nicht durch sinkende Kinderzahlen ausgleichbar
- Gesamtpersonalrat: Beschluss ist finanzierbar; Fachkräftemangel belegbar durch Personalgewinnungsschwierigkeiten, hohe Fluktuation und viele Krankheitstage; Forderung nach zeitnaher, rechtssicherer Umsetzung
Offene Punkte
- Die Kämmerei (Kämmerin Susanne Serke, CDU) hat rechtliche Bedenken gegen die Frankfurt-Zulage für alle städtischen Beschäftigten, gestützt auf ein Rechtsgutachten
- Magistrat prüft Umgang mit den Auflagen des Innenministeriums