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"Dass der Referentenentwurf zum Gebäudemodernisierungsgesetz in der Fernwärme weiterhin eine wichtige Säule der Wärmeversorgung sieht, ist richtig. Aber wer Fernwärme politisch stärkt, darf die bestehenden Wettbewerbsprobleme im Fernwärmemarkt nicht ignorieren. Sonst droht, dass ein Markt mit lokalen Monopolstrukturen weiter an Bedeutung gewinnt, ohne dass Verbraucherinnen und Verbraucher ausreichend geschützt werden. | "Dass der Referentenentwurf zum Gebäudemodernisierungsgesetz in der Fernwärme weiterhin eine wichtige Säule der Wärmeversorgung sieht, ist richtig. Aber wer Fernwärme politisch stärkt, darf die bestehenden Wettbewerbsprobleme im Fernwärmemarkt nicht ignorieren. Sonst droht, dass ein Markt mit lokalen Monopolstrukturen weiter an Bedeutung gewinnt, ohne dass Verbraucherinnen und Verbraucher ausreichend geschützt werden. | ||
Die Monopolkommission hat dafür konkrete Vorschläge vorgelegt: am wichtigsten sind eine verpflichtende Preistransparenzplattform und eine unbürokratische Preisobergrenze. Außerdem sollte der Markt insgesamt wettbewerblicher strukturiert werden, indem Dritten Netzzugang gewährt wird, Wegerechte in wettbewerblichen Verfahren vergeben werden und durch eine Reform der WärmeLV in Mietshäusern ein Level Playing Field der Heiztechnologien geschaffen wird. Diese Reformen sind keine Ergänzung am Rand, sondern die Voraussetzung dafür, dass eine stärkere Rolle der Fernwärme auch wettbewerblich überzeugend ist. | Die [[Monopolkommission]] hat dafür konkrete Vorschläge vorgelegt: am wichtigsten sind eine verpflichtende Preistransparenzplattform und eine unbürokratische Preisobergrenze. Außerdem sollte der Markt insgesamt wettbewerblicher strukturiert werden, indem Dritten Netzzugang gewährt wird, Wegerechte in wettbewerblichen Verfahren vergeben werden und durch eine Reform der WärmeLV in Mietshäusern ein Level Playing Field der Heiztechnologien geschaffen wird. Diese Reformen sind keine Ergänzung am Rand, sondern die Voraussetzung dafür, dass eine stärkere Rolle der Fernwärme auch wettbewerblich überzeugend ist. | ||
Die Stärkung der Fernwärme muss deshalb zwingend mit einer klaren wettbewerbspolitischen Flankierung verbunden werden." | Die Stärkung der Fernwärme muss deshalb zwingend mit einer klaren wettbewerbspolitischen Flankierung verbunden werden." | ||
- Tomaso Duso, Vorsitzender der Monopolkommission | - Tomaso Duso, Vorsitzender der [[Monopolkommission]] | ||
Quelle:https://www.monopolkommission.de/publikationen/energie/presse/monopolkommission-zum-entwurf-des-gebaeudemodernisierungsgesetz | Quelle:https://www.monopolkommission.de/publikationen/energie/presse/monopolkommission-zum-entwurf-des-gebaeudemodernisierungsgesetz | ||
Aktuelle Version vom 21. Oktober 2026, 08:17 Uhr
Materialsammlung
Stellungnahme der Monopolkommission
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]"Dass der Referentenentwurf zum Gebäudemodernisierungsgesetz in der Fernwärme weiterhin eine wichtige Säule der Wärmeversorgung sieht, ist richtig. Aber wer Fernwärme politisch stärkt, darf die bestehenden Wettbewerbsprobleme im Fernwärmemarkt nicht ignorieren. Sonst droht, dass ein Markt mit lokalen Monopolstrukturen weiter an Bedeutung gewinnt, ohne dass Verbraucherinnen und Verbraucher ausreichend geschützt werden.
Die Monopolkommission hat dafür konkrete Vorschläge vorgelegt: am wichtigsten sind eine verpflichtende Preistransparenzplattform und eine unbürokratische Preisobergrenze. Außerdem sollte der Markt insgesamt wettbewerblicher strukturiert werden, indem Dritten Netzzugang gewährt wird, Wegerechte in wettbewerblichen Verfahren vergeben werden und durch eine Reform der WärmeLV in Mietshäusern ein Level Playing Field der Heiztechnologien geschaffen wird. Diese Reformen sind keine Ergänzung am Rand, sondern die Voraussetzung dafür, dass eine stärkere Rolle der Fernwärme auch wettbewerblich überzeugend ist.
Die Stärkung der Fernwärme muss deshalb zwingend mit einer klaren wettbewerbspolitischen Flankierung verbunden werden." - Tomaso Duso, Vorsitzender der Monopolkommission
Artikel hinter Bezahlschranke: https://www.zfk.de/politik/deutschland/fernwaerme-reform-reiche-preisdeckel-pflichttarif
Ansprechpartner*innen:
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Fernwärme, Wärme-Contracting und Co: Eine Einführung in die Wärmeversorgung und was sie für Mieter*innen bedeutet
Fernwärme gilt als klimafreundliche Wärmeerzeugung der Zukunft. Gleichzeitig führen monopolisierte Märkte und abenteuerliche Preisklausen dazu, dass die Heizkosten bei vielen Menschen explodieren. Ähnliches gilt für die zunehmende Praxis des „Wärme-Contracting“. Aber wie kommen die Preise genau zustande? Mit welchen Problemen sind Mieter*innen konfrontiert und welche Handlungsoptionen haben sie? Wir nähern uns in dieser Veranstaltung den Grundlagen der Wärmelieferung, blicken auf politische und juristische Hebel und weiten den Blick, was das für eine gerechte Wärmetransformation bedeutet. Gemeinsam machen wir uns sprechfähig, um vor Ort handeln zu können.
Referent*innen: Elisabeth Staudt, Klima- und Energieexpertin, Theo Glauch, Physiker und Mitglied im Parteivorstand