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==28.09.2026 Pressemitteilung== | |||
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Pressemitteilung des Aktionsbündnisses gegen Stuttgart 21 vom 28.09.2026 | |||
Original: PDF „Der nächste Kronzeuge zur Stresstest-Lüge packt aus“ --> | |||
== Pressemitteilung: Der nächste Kronzeuge zur Stresstest-Lüge packt aus == | |||
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| Herausgeber || Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 | |||
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| Datum || 28. September 2026 | |||
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| Ort || Stuttgart | |||
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| Überschrift || Der nächste Kronzeuge zur Stresstest-Lüge packt aus – Aktionsbündnis fordert Absage des „Pfaffensteiganschlags“ am 12. Oktober | |||
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| Kontakt || Dieter Reicherter: 07192 930522 oder 0151 26371131, Werner Sauerborn: 0171 320 9801 | |||
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=== Pressemitteilung === | |||
„Schlag auf Schlag wird das ganze Ausmaß des Betrugs deutlich, mit dem [[Stuttgart 21]] durchgeboxt wurde“, so Bündnissprecher [[Dieter Reicherter]], nachdem ein weiterer Beteiligter von SMA ausgepackt hat. '''Giuliano Montanaro''' war Geschäftsführer von SMA und hatte 2010 seinem Verwaltungsrat abgeraten, die Auditierung des von der Bahn selbst durchgeführten Stresstests zur Frage der Kapazität von S21 zu übernehmen, da die von der Bahn vorgegebenen Parameter nicht seriös überprüfbar seien. Montanaro plädierte also dafür, lieber einen höchst lukrativen Auftrag auszuschlagen als ein Testat zu liefern, auf dessen Basis nachher falsche Schlussfolgerungen gezogen und schwere Fehlentscheidungen, wie dann ja geschehen, getroffen werden. Nachdem Montanaro nicht bereit war, sich wie gewünscht zu verbiegen, kam es zur Trennung zwischen ihm und SMA. Darüber berichtet soeben Jörg Nauke in der Stuttgarter Zeitung: | |||
:[https://www.stuttgarter-zeitung.de „Weitere Zweifel am S21-Stresstest: ‚Hatte den Eindruck, dass es keine ausreichende technische Grundlage gab'“] (stuttgarter-zeitung.de) | |||
Schon am '''15. September''' war die erste Bombe geplatzt: der SWR (Frieder Kümmerer) strahlte ein Interview des Filmemachers Klaus Gietinger mit '''Werner Stohler''' aus, dem damaligen Verwaltungsratsvorsitzenden von SMA und 2010 das Gesicht von SMA im Stresstest: | |||
:[https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/stuttgart/s21-stresstest-gutachter-bezweifelt-eigene-berechnungen-100.html SWR: S21-Stresstest – Gutachter bezweifelt eigene Berechnungen] | |||
:[https://www.youtube.com/watch?v=q9IXQ0L3X20 YouTube: Gietinger-Interview mit Werner Stohler] | |||
Darin distanziert sich Stohler von den Kapazitätsberechnungen der Bahn. Er habe sie schon damals nicht geglaubt. Das viel zu späte Outing Stohlers wurde vielfach kritisiert, weil sein langes Schweigen dem Verhängnis seinen Lauf ließ. Andererseits wurde anerkannt, dass er aus seinem Herzen keine Mördergrube gemacht habe. Diese Fähigkeit zum Einräumen schwerer Fehler geht den politisch Verantwortlichen und Mitwissenden dieses Betrugs offensichtlich vollständig ab. | |||
Mit den Offenbarungseiden der beiden ehemaligen SMA-Vertreter ist Stuttgart21 '''die Legitimationsbasis vollends entzogen''', so Reicherter weiter. | |||
Es gehört schon eine gehörige Portion politischer Dreistigkeit dazu, am '''12. Oktober''' zu einem Festakt zur Eröffnung des Baubeginns des Pfaffensteigtunnels („Pfaffensteiganschlag“) einzuladen, nachdem nun klar ist, auf welchen herbeimanipulierten Grundlagen das ganze Projekt basiert. | |||
Das Mindeste ist jetzt, dass diese Veranstaltung, zu der Bahnchefin Palla, die Bundes- und Landesverkehrsminister*innen Bilger und Razavi sowie OB Nopper noch einmal ihr Bekenntnis zu diesem Projekt beteuern wollen, '''abgesagt wird'''. Andernfalls planen Aktionsbündnis, die Schutzgemeinschaft Filder und das Gäubahnkomitee vernehmbare Protestaktionen. | |||
Jetzt ist nicht die Zeit des Weiters, sondern die '''Stunde der Selbstkritik, der Entschuldigungen, der Aufarbeitung und Untersuchungsausschüsse''', aber auch der Suche nach Lösungen in der völlig verfahrenen Situation. | |||
=== Hintergrund === | |||
* '''Stresstest 2010:''' Von der Deutschen Bahn selbst durchgeführte Kapazitätsprüfung für Stuttgart 21; SMA (Schiffer, Marti und Partner) sollte die Auditierung übernehmen. | |||
* '''Kronzeugen:''' [[Werner Stohler]] (ehemaliger SMA-Verwaltungsratsvorsitzender, SWR-Interview 15.09.2026) und Giuliano Montanaro (ehemaliger SMA-Geschäftsführer, Stuttgarter Zeitung 28.09.2026) distanzieren sich von den Kapazitätsberechnungen bzw. der Auditierbarkeit des Stresstests. | |||
* '''„Pfaffensteiganschlag“:''' Kritische Bezeichnung des Aktionsbündnisses für den Festakt zum Baubeginn des Pfaffensteigtunnels am 12. Oktober 2026. | |||
[[Kategorie:Pressemitteilung 2026]] | |||
[[Kategorie:Stuttgart 21]] | |||
[[Kategorie:Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21]] | |||
[[Kategorie:Verkehrspolitik]] | |||
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==Links beachten== | |||
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Version vom 14. Oktober 2026, 16:13 Uhr
28.09.2026 Pressemitteilung
Pressemitteilung: Der nächste Kronzeuge zur Stresstest-Lüge packt aus
| Feld | Angabe |
|---|---|
| Herausgeber | Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 |
| Datum | 28. September 2026 |
| Ort | Stuttgart |
| Überschrift | Der nächste Kronzeuge zur Stresstest-Lüge packt aus – Aktionsbündnis fordert Absage des „Pfaffensteiganschlags“ am 12. Oktober |
| Kontakt | Dieter Reicherter: 07192 930522 oder 0151 26371131, Werner Sauerborn: 0171 320 9801 |
Pressemitteilung
„Schlag auf Schlag wird das ganze Ausmaß des Betrugs deutlich, mit dem Stuttgart 21 durchgeboxt wurde“, so Bündnissprecher Dieter Reicherter, nachdem ein weiterer Beteiligter von SMA ausgepackt hat. Giuliano Montanaro war Geschäftsführer von SMA und hatte 2010 seinem Verwaltungsrat abgeraten, die Auditierung des von der Bahn selbst durchgeführten Stresstests zur Frage der Kapazität von S21 zu übernehmen, da die von der Bahn vorgegebenen Parameter nicht seriös überprüfbar seien. Montanaro plädierte also dafür, lieber einen höchst lukrativen Auftrag auszuschlagen als ein Testat zu liefern, auf dessen Basis nachher falsche Schlussfolgerungen gezogen und schwere Fehlentscheidungen, wie dann ja geschehen, getroffen werden. Nachdem Montanaro nicht bereit war, sich wie gewünscht zu verbiegen, kam es zur Trennung zwischen ihm und SMA. Darüber berichtet soeben Jörg Nauke in der Stuttgarter Zeitung:
- „Weitere Zweifel am S21-Stresstest: ‚Hatte den Eindruck, dass es keine ausreichende technische Grundlage gab'“ (stuttgarter-zeitung.de)
Schon am 15. September war die erste Bombe geplatzt: der SWR (Frieder Kümmerer) strahlte ein Interview des Filmemachers Klaus Gietinger mit Werner Stohler aus, dem damaligen Verwaltungsratsvorsitzenden von SMA und 2010 das Gesicht von SMA im Stresstest:
- SWR: S21-Stresstest – Gutachter bezweifelt eigene Berechnungen
- YouTube: Gietinger-Interview mit Werner Stohler
Darin distanziert sich Stohler von den Kapazitätsberechnungen der Bahn. Er habe sie schon damals nicht geglaubt. Das viel zu späte Outing Stohlers wurde vielfach kritisiert, weil sein langes Schweigen dem Verhängnis seinen Lauf ließ. Andererseits wurde anerkannt, dass er aus seinem Herzen keine Mördergrube gemacht habe. Diese Fähigkeit zum Einräumen schwerer Fehler geht den politisch Verantwortlichen und Mitwissenden dieses Betrugs offensichtlich vollständig ab.
Mit den Offenbarungseiden der beiden ehemaligen SMA-Vertreter ist Stuttgart21 die Legitimationsbasis vollends entzogen, so Reicherter weiter.
Es gehört schon eine gehörige Portion politischer Dreistigkeit dazu, am 12. Oktober zu einem Festakt zur Eröffnung des Baubeginns des Pfaffensteigtunnels („Pfaffensteiganschlag“) einzuladen, nachdem nun klar ist, auf welchen herbeimanipulierten Grundlagen das ganze Projekt basiert.
Das Mindeste ist jetzt, dass diese Veranstaltung, zu der Bahnchefin Palla, die Bundes- und Landesverkehrsminister*innen Bilger und Razavi sowie OB Nopper noch einmal ihr Bekenntnis zu diesem Projekt beteuern wollen, abgesagt wird. Andernfalls planen Aktionsbündnis, die Schutzgemeinschaft Filder und das Gäubahnkomitee vernehmbare Protestaktionen.
Jetzt ist nicht die Zeit des Weiters, sondern die Stunde der Selbstkritik, der Entschuldigungen, der Aufarbeitung und Untersuchungsausschüsse, aber auch der Suche nach Lösungen in der völlig verfahrenen Situation.
Hintergrund
- Stresstest 2010: Von der Deutschen Bahn selbst durchgeführte Kapazitätsprüfung für Stuttgart 21; SMA (Schiffer, Marti und Partner) sollte die Auditierung übernehmen.
- Kronzeugen: Werner Stohler (ehemaliger SMA-Verwaltungsratsvorsitzender, SWR-Interview 15.09.2026) und Giuliano Montanaro (ehemaliger SMA-Geschäftsführer, Stuttgarter Zeitung 28.09.2026) distanzieren sich von den Kapazitätsberechnungen bzw. der Auditierbarkeit des Stresstests.
- „Pfaffensteiganschlag“: Kritische Bezeichnung des Aktionsbündnisses für den Festakt zum Baubeginn des Pfaffensteigtunnels am 12. Oktober 2026.
Links beachten
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Link beachten: Die 7 Todsünden von Stuttgart 21 https://www.youtube.com/watch?v=q9IXQ0L3X20