Kommunalwahlprogramm 2026/ Kapitel 19
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Breitensport fördern – statt Kommerzialisierung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Aus: Die Linke. Kreisverband Frankfurt am Main, Programm zur Kommunalwahl am 15. März 2026 (Beschluss der Kreismitgliederversammlung vom 25. Oktober 2025), Kapitel 19, Seiten 61–62.
Sport bringt Menschen zusammen, überwindet Barrieren, fördert Integration und kann Diskriminierung entgegenwirken. Sport macht Menschen gesünder, kann das Selbstbewusstsein stärken und dabei helfen, sich der eigenen Fähigkeiten bewusst zu werden. Aufgabe der Stadt ist die Förderung von Freizeit- und Breitensport, Vereinssport und Nachwuchsförderung. Nötig ist ein umfassender Zugang zu adäquaten Angeboten für alle Personengruppen. Ziele wie Inklusion und Antidiskriminierung müssen dabei immer mitgedacht werden.
Der Zugang zu Sportangeboten und Schwimmbädern darf nicht vom Geldbeutel abhängen. Insbesondere Kinder und Jugendliche brauchen öffentliche und kostenfreie Angebote wie Bolzplätze und Turngeräte. Immer mehr Kinder und Jugendliche können nicht schwimmen, das wollen wir ändern.
Die Linke fordert:
- Kostengünstige sowie auch kostenfreie Sportangebote für Kinder, Jugendliche und Rentner*innen.
- Ein Bäderkonzept, das den Erhalt aller öffentlichen Bäder, mehr Schulschwimmbäder und die notwendige Sanierung garantiert.
- Die Eintrittspreise für Erwachsene müssen deutlich gesenkt, für alle Jugendlichen der Zugang kostenfrei werden. Es braucht eine Ausweitung des Schwimmunterrichts und der Schwimmkurse für Kinder und Jugendliche sowie den Erhalt und Ausbau der Schulschwimmbäder.
- Bessere Förderung der Sportvereine durch die Stadt – insbesondere für integrative und inklusive Projekte.
- Den Bau neuer Sportstätten angesichts der stetig wachsenden Stadt und eine Modernisierung und Renovierung der bestehenden öffentlichen Sportanlagen. Sportstätten sind für Menschen mit Behinderung barrierefrei zu gestalten.
- Kommunale Sportanlagen müssen für nichtkommerzielle Nutzung generell mietfrei sein. Es darf keine Privilegien für kommerzielle Großveranstalter auf Kosten der Steuerzahler*innen geben! Konzepte für Sicherheit, Schutz und Hygiene bei Events müssen durch legitimierte Behörden erstellt werden.
- Ausbau von Bewegungsangeboten an Schulen, Kitas und Betreuungseinrichtungen.
- Regelhafte Sanierung und Instandhaltung von Bolzplätzen und Freizeitsportanlagen.
- Fanprojekte, die sich gegen Rassismus stellen und sich um die soziale Integration und Förderung von Jugendlichen kümmern, müssen unterstützt und gefördert werden.
- Mit Stadionbesucher*innen und der Fußball-Fanszene ist ein offener Dialog notwendig statt immer wiederkehrender Diskussionen um Repressionen und Kriminalisierungsversuche.
Quelle
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Linke. Kreisverband Frankfurt am Main: Programm zur Kommunalwahl am 15.03.2026. Beschluss der Kreismitgliederversammlung vom 25. Oktober 2025, Kapitel 19: „Breitensport fördern – statt Kommerzialisierung“ (S. 61–62).