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Kommunalwahlprogramm 2026/ Kapitel 15

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Kinder und Jugendliche stärken

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Aus: Die Linke. Kreisverband Frankfurt am Main, Programm zur Kommunalwahl am 15. März 2026 (Beschluss der Kreismitgliederversammlung vom 25. Oktober 2025), Kapitel 15, Seiten 51–53.

Kinder und Jugendliche brauchen Räume zum Spielen, Lernen, Toben, Freund*innen treffen, Musizieren, Turnen und Kreativsein. Alle Kinder haben das Recht auf eine gesunde Ernährung, individuelle Förderung und freie Entfaltung. Kein Kind darf in Armut und Not aufwachsen, Gewalt erfahren oder seiner Zukunftschancen beraubt werden. Der Zugang zu Bildung, Sport und Kultur darf nicht vom Elternhaus abhängig sein. Die Linke fordert auf Bundesebene eine Kindergrundsicherung für alle Kinder. Wir rücken die Bedürfnisse der Kinder in den Fokus und wollen alle Elternteile in jeder Familienkonstellation in die Lage versetzen, gut und sicher für sich und ihre Angehörigen sorgen zu können.

Die Linke fordert:

  • Kinderarmut bekämpfen!
  • Kostenfreies Mittagessen an allen Kitas und Schulen anbieten.
  • Mehr kinder- und familienfreundliche Treffpunkte, Begegnungsstätten für Eltern und Kinder und ausreichend kindgerechte Spielräume in den Quartieren.
  • Nachbarschaftsangebote wie Mehrgenerationenhäuser, Kinder- und Familienzentren, Kinder- und Jugendhäuser ausbauen.
  • Möglichkeiten der Familienbildung und -erholung stärken und ausbauen.
  • Nachbarschaftsnahe Unterstützungsangebote wie die Frühen Hilfen, Familien-, Erziehungs-, Elternberatungsstellen und das Kinderschutznetz personell und finanziell unterstützen.
  • Erhöhung der Einkommensgrenzen für den Frankfurt-Pass.

Demokratie fängt bei den Kleinen an

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In einer demokratischen Gesellschaft müssen Kinder und Jugendliche mitreden und mitbestimmen dürfen. Bisher wird jedoch viel zu oft über ihre Köpfe hinweg entschieden. Das wollen wir ändern. Kinder und Jugendliche haben das Recht, sich im öffentlichen Raum nach ihren Wünschen zu bewegen, sichtbar zu sein, sich zu unterschiedlichen Themen zu engagieren oder auch Einsprüche zu formulieren.

Die Linke fordert:

  • Mehr Bildungsarbeit zu Kinderrechten und Erlernen der Demokratie.
  • Kommunales Wahlrecht ab 16 Jahren.
  • Einrichtung eines stadtweiten Jugendparlaments mit Rede- und Antragsrecht in städtischen politischen Gremien. Die Linke unterstützt das vom Frankfurter Jugendring und Frankfurter Stadtschüler*innenrat ins Leben gerufene Partizipationsprojekt „JugendMachtFrankfurt“.
  • Eine dauerhafte Absicherung der Geschäftsstelle des Stadtschüler*innenrats.
  • Demokratische Beteiligung von Schüler*innen an schulinternen und schulpolitischen Entscheidungsprozessen.
  • Mehr Räume zur Aneignung durch Jugendliche beispielsweise durch die Bereitstellung selbstverwalteter Jugendzentren.
  • Jugendquartiersmanagement in jedem Stadtteil.

Offene Kinder- und Jugendarbeit stärken

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Ganztagsschulen und Horte müssen ausgebaut werden. Jedoch können und sollen sie das Freizeitangebot der offenen Kinder- und Jugendarbeit nicht ersetzen. Dieses ermöglicht es Kindern und Jugendlichen, eigene Sozialräume zu erschließen und Orientierung für die weitere persönliche Entwicklung zu finden. Dabei braucht es eine besondere Sensibilität für Themen wie Rassismus und Antisemitismus, Geschlechtsidentität und Ausgrenzung.

Die Linke fordert:

  • Ausreichende, an den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes angepasste Finanzierung der freien Träger der offenen Kinder- und Jugendarbeit.
  • Ein flächendeckendes Netz an städtischen Jugendhäusern mit besserer Ausstattung an Sachmitteln und Personal.
  • Ausbau der Zusammenarbeit der Jugendhäuser mit Kultur- und Bildungseinrichtungen, z. B. der Volkshochschule.
  • Einen offenen Jugendtreffpunkt in jedem Stadtteil.
  • In der Kinder- und Jugendförderung sind ausreichende Mittel bereitzustellen.
  • Bessere Finanzierung der Jugendverbände.
  • Ausbau und Vernetzung der Arbeitsfelder Mädchen- und Jungenarbeit.

Kinder und Jugendliche vor Gewalt schützen

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Das eigene Zuhause sollte ein Ort sein, an dem sich jedes Kind und jeder Jugendliche geborgen und geschützt fühlt. Aber leider sind viele in ihren Familien psychischer und körperlichen Gewalt ausgesetzt und erleben sexuellen Missbrauch. Die Zahl der Kindeswohlgefährdungen steigt. Die Stadt muss alles daransetzen, Kinder und Jugendliche vor Gewalterfahrungen zu schützen.

Die Linke fordert:

  • Eine bessere personelle Ausstattung des Jugend- und Sozialamts und der Jugendhilfe. Die aufsuchende Sozialarbeit muss gestärkt werden und Familien durch zusätzliche mobile Teams besser unterstützt werden.
  • Bestehende Notfalltelefone und -strukturen finanziell absichern und öffentlich bekannter machen.
  • Ausreichend Unterbringungsplätze für Kinder und Jugendliche, die aufgrund von Gewalt- und Missbrauchserfahrungen nicht in ihrer Familie verbleiben können.
  • Gezielte Maßnahmen, um Schulen und andere Einrichtungen besser bei der Bekämpfung von Mobbing zu unterstützen.

Kultur und Freizeit

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Wir wollen allen Kindern den Zugang zu Sport, Museen, Theatern und anderen Kulturangeboten ermöglichen und die Entwicklung einer nichtkommerziellen, selbstbestimmten Jugendkultur fördern.

Die Linke fordert:

  • Kostenfreie oder günstige Sport-, Kultur- und Freizeitangebote für alle!
  • Kostengünstige bzw. wo möglich kostenfreie und wohnortnahe geeignete Räumlichkeiten für Kultur- und Jugendeinrichtungen.
  • Ausweitung eines kostengünstigen Angebots für Ferienspiele.
  • Die Förderung nichtkommerzieller, selbstbestimmter Jugendkulturzentren.
  • Wohnortnahe, öffentlich zugängliche Sportplätze und Spielflächen – auch außerhalb von Vereinsstrukturen.

Vorlage:Zitat

Die Linke. Kreisverband Frankfurt am Main: Programm zur Kommunalwahl am 15.03.2026. Beschluss der Kreismitgliederversammlung vom 25. Oktober 2025, Kapitel 15: „Kinder und Jugendliche stärken“ (S. 51–53).