Ernährungsarmut
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Deutschland verstößt gegen das Recht auf Nahrung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Deutschland leiden laut Welternährungsorganisation rund 3,5 Millionen Menschen (4,1 % der Bevölkerung) unter Ernährungsarmut; sie können sich keine vollwertige, gesunde Ernährung leisten oder essen tagelang nichts. 2022 lag die Zahl noch bei 2,9 Millionen (3,5 %).
Ursachen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Zu niedrige Grundsicherungssätze: Ein Rechtsgutachten bestätigte, dass der Regelsatz für alleinstehende Erwachsene von 6,42 € pro Tag für Ernährung (Stand 1. Januar 2024) eine angemessene Ernährung unmöglich macht – eine Anpassung erfolgte seither nicht.
- Gestiegene Lebensmittelpreise: +5 % von Januar 2024 bis August 2026.
- Verfehlte Berechnungsmethode: Die Regelsätze orientieren sich an den Ausgaben der ärmsten 15–20 % der Haushalte statt an den tatsächlichen Kosten einer gesundheitsfördernden Ernährung.
Forderungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Erhöhung des Regelsatzes auf ein Niveau, das eine gesunde Ernährung nach den Standards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) ermöglicht
- Zeitnahe, kontinuierliche Anpassung an Inflation und Realausgaben
Einordnung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Autor Jan Dreier, Referent für das Recht auf Nahrung bei FIAN Deutschland, wertet die Situation als Verstoß gegen das Menschenrecht auf angemessene Nahrung gemäß Völkerrecht. ```
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